Plattdeutscher Nachmittag

Hilka Jeworrek

Seit einiger Zeit gehöre ich dem Plattdeutschen Klönclub in Isenbüttel an. Einmal im Monat treffen wir uns, um Plattdeutsch zu sprechen. Der Klönclub hat sich dem Erhalt der plattdeutschen Sprache verschrieben.

Eines Tages bin ich auf die Behauptung gestoßen, dass Plattdeutsch sprechen glücklich machen soll. Du weißt ja, ich bin gerne glücklich. Deshalb habe ich mir vorgenommen, das Plattdeutsche ein wenig zu erforschen.

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Überraschungsorientiert

Tankino besucht das Freibad Edesbüttel

Im Kalender habe ich heute folgenden Spruch gefunden:

Ich bin nicht schusselig,
ich bin überraschungsorientiert.

Internetspruch

Also ich als überraschungsorientierte Person habe begonnen mir für Instagramm Post für „Tankino“ zu überlegen. Das ist nicht einfach, denn es ist schon etwas her, dass ich im Tankino-Jargon geschrieben habe. Tankino ist ein kleiner Drache, der am Tankumsee lebt und dort neugierig die Welt erkundet. Schau doch mal bei Instagramm unter #tankino.abenteuer.

Manche Schönheiten sind schon sehr alt

Klatschmohn

Jedes Jahr wieder erfreue ich mich an den Mohnblumenblüten, die in meinem Garten blühen. Zarte Gebilde, die für ein Leben in der Vase nicht geeignet sind.

Jedes Jahr wieder erinnern mich diese Blumen an den üppigen Bauerngarten meiner Kindheit. Als wir dann irgendwann in ein eigenes Haus zogen, schenkte meine Mutter mir Ableger vom Klatschmohn.

Manchmal im Winter habe ich etwas Angst, dass die Blumen unter meiner gärtnerischen Fürsorge im Kompost gelandet sind. Es ist immer wieder ein zartes Bangen, kommen sie wieder?

Und dann eines Tages ist es so weit. Beim Anblick ihrer Blüten geht mir das Herz auf. So schön kann Erinnerung sein.

Muttertag – Mutter und Tochter

Hyazinthe

Heute ist Muttertag.

Es gibt ein Gedicht, das ich bei meinen Lesungen besonders gerne vorlese und das wunderbar zum Muttertag passt. Es heißt „Mutter und Tochter“.

In diesem Gedicht ist uraltes Wissen verborgen. Wenn ich dieses Gedicht vorlese, sehe ich, wie die Frauen nicken und bei so mancher fangen die Augen an zu glänzen. Ich habe es für meine Mutter anläßlich ihres 70sten Geburtstags geschrieben.

Zu dem Gedicht.